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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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letzteren an beiden Seiten der Strasse herlaufenden Wällesind als Fusssteige anzusehn und finden sich in ihren Ueber-resten hauptsächlich da, wo- die Strasse nahe an einemAbhänge herging; ob sie dieselbe in ihrer ganzen Ausdeh-nung begleiteten kann nicht mehr bestimmt werden. Alsbemerkenswert in Bezug auf die Anlage der Strasse istferner hervorzuheben, dass dieselbe mit grosser Vorsichtüberall so gelegt ist, dass sie vor den in diesen niedrigenGegenden so häufig eintretenden Flussüberschwemmungenthunlichst geschützt war. Von Xanten nämlich bis Kehrumging sie durch die Niederung, da hier der Rhein bereitszur Römerzeit, wie wir oben gesehen, eine geraume Streckenach Norden zurückgewichen war. Bei Kehrum aber, wosich der Strom wieder südwärts gewandt hat, nimmt auchdie Strasse eine Wendung nach der Anhöhe hinauf, diesie nun bis jenseits Cleve nicht mehr verlässt, da in dieserganzen Strecke der Strom nahe am Fusse des Hügelzugesentlang lief, und somit hier die Strasse nur über die Höhepassiren konnte. Um aber die Verbindung mit dem amFusse des Berges gelegenen Orte Burginacium herzustellen,war von Kehrum an ein Seitenarm gelegt, der zuerst durchdie Ebene, und dann da, wo das Wasser zu nahe heran-trat, am Abhänge des Berges herging, hierauf dem Fussedesselben folgend und den sanft sich senkenden Abhanghinaufgehend, auf der Höhe sich wieder mit dem Haupt-arme vereinigte. Erst bei der Frasselter Mühle verlässtdieser die Höhe, und zieht sich über Cranenburg bis Wylerdurch die Niederung, die noch jetzt bei hohem Wasser-stande öfters überschwemmt wird. Der Wassergefahr wegenwar daher von jenem Puncte aus eine Seitenstrasse ange-legt, die auf dem höheren Terrain nahe dem Hügelzuge