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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
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zu seinem grossen Vorhaben, der Unterwerfung Deutsch-lands, zu gewinnen. In dieser Zeit entfaltete sich ein sehrreges kriegerisches Treiben in diesem Theile des unternRheines, der nach der neuen Eintheilung Galliens in sechsProvinzen zur Germania secunda s. inferior, Untergermanien,gehörte: hier stand einTheil jener acht römischen Legionen,welche zum Schutze der Gränze sowohl als insbesondre zuden Angriffskriegen gegen die überrheinischen Völker nachdem Rheine gesandt worden waren. 5 ) Des Drusus Nach-folger, Tiberius, war siegreich gegen die Germanen, undverpflanzte theilweise einen ihrer kriegerischsten Stämme,die Sigambern, als Ansiedler in das römische Gebiet deslinken Rheinufers ö ) und zwar in unsere Gegend von Nym-wegen an aufwärts zwischen Maas und Rhein, wo sie denNamen Gugerni erhielten. Auch zwei seiner Feldzügegingen von der batavischen Insel aus, 7 ) und bei der grossenExpedition des Germanicus war wiederum die batavischeInsel, als am geeignetsten zum Angriffe auf Germanien, derSammelplatz sämmtlicher Streitkräfte. 8 )

Unterdessen fingen die von Drusus dem Rheine entlangangelegten Castelle im Laufe der Zeit an zu kleinen Ort-schaften heranzuwachsen, indem sich theils in Folge desbürgerlichen Verkehrs mit der Besatzung, theils auch desdamit verbundenen Schutzes wegen, grössere oder kleinereAnsiedlungen um sie her bildeten, was besonders in derkurzen Zeit, als die Plane zur Unterjochung Germaniensvöllig aufgegeben waren, der Fall gewesen sein mochte,bis im J. 69 n. Chr. der batavische Krieg ausbrach, wo-durch manche Einrichtungen wiederum zerstört wurden. °)In Bezug auf diesen Krieg knüpfen sich an unsre Gegendmehre ausführliche Berichte der alten Geschichtschreiber,