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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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Nach Drusus Tode wurden die kriegerischen Unterneh-mungen gegen die Germanen von seinem Bruder Tiberiuslängere Zeit fortgesetzt, und dessen zweiter Feldzug im J.3 n. Chr. ging gleichfalls von der batavischen Insel aus,sowie die bald darauf folgende Flottenfahrt nach der Nord-see. 10 ) Als nach der Varianischen Niederlage im Teuto-burger Walde dem Germanicus der Oberbefehl über dieTruppen am untern Rheine übertragen worden, sahen unsreGegenden zum dritten Male die römische Kriegsflotte ge-rüstet, um die germanischen Völkerschaften mit allem Nach-drucke anzugreifen: Germanicus sammelte seine Streitkräfte,nachdem er bereits einige Feldzüge von andern Punctenaus unternommen, wiederum auf der hatavischen Insel, undfuhr im J. 16 n. Chr. mit einer mächtigen Flotte, ohneZweifel von demselben Puncte,, wie sein Vater Drusus, aufdem Rheine in den Ocean. ") Indessen hatten die viel-fachen Anstrengungen der Römer, die Völker Germaniensihrer Herrschaft dauernd zu unterwerfen, keinen entsprechen-den Erfolg: Deutschland blieb frei, und schon unter Clau-dius (4154 n. Chr.) wurden die in Feindesland hier undda noch vorhandenen römischen Besatzungen auf das linkeUfer zurückgezogen. 12 ) In Folge der wiederholten Feld-züge aber, welche aus dem an die batavische Insel grän-zenden Landstriche unternommen wurden-, hatten sich diegermanischen Bewohner vom Rheine weg weiter in's Landhineingezogen, und dem Ufer des Flusses entlang eine StreckeLandes unbevölkert gelassen, die in frühern Zeiten Chama-ven, später Tubanten und zuletzt Usipeten besessen hatten.Die Römer hielten diesen Uferstrich, von welchem unsrerechtsrheinische Landschaft einen bedeutenden Theil aus-machte, I3 ) in Besitz, und die Soldaten benutzten ihn gele-