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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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andre germanische Stämme die Usipeten und Tencteren vertrieben die Menapier von dem rechten Ufer auf daslinke und drangen dann weiter in Gallien vor, bis sie vonCäsar -wieder über den Rhein zurückgejagt wurden. 3 )Dies geschah in den Gegenden des Mittelrheins und unsreLandschaft sah bis auf die Zeit des Augustus keine römi-schen Kriegsscharen: der Rhein bildete im Norden dieGränze des von Cäsar unterjochten Galliens. Indessen fan-den doch schon damals einzelne Verbindungen zwischenden Römern und den überrheinischen Völkern statt 4 ), undes dauerte nicht lange, so gaben die unruhigen Bewegungender Germanen am untern Rheine den Römern Veranlassung,ihre Kriegsheere wiederum auf germanischen Boden hin-überzuführen. 5 ) Unsre Landschaft tritt jedoch erst mit Be-stimmtheit in den Kreis dieser Unternehmungen, als Augu-stus den Entschluss gefasst, Germanien zu einer römischenProvinz zu machen, fi ) und zu diesem Ende seinem StiefsohnDrusus den Oberbefehl am Rheine übertragen hatte. ')Drusus unternahm im J. 12 v. Chr. den ersten Feldzugzu Lande zunächst gegen die Usipeten und Tencteren, unddemnächst auch eine Expedition zur See, beide von derhatavischen Insel aus, 8 ) und hiermit erscheint unser Land-strich, der die batavische Insel unmittelbar berührt, zumersten Male mit Bestimmtheit in der Geschichte. Bei demzweiten Feldzuge, den der römische Heerführer im darauf-folgenden Jahre gegen die germanischen Völker, und zu-nächst wiederum gegen die Usipeten, unternahm, °) sahenunsre Gegenden die römischen Kriegsheere zum zweitenMale versammelt, und das Andenken an die Thaten deskühnen Feldherrn hat sich in den Sagen hier zu Lande bisden heutigen Tag lebhaft erhalten.