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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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serarm, als Ueberrest der ältesten Waal, zurückgebliebenwar, und die Römer suchten dann durch Dammanlagen dasBett von Rhein und Waal in der Art zu reguliren, dassdem Vordringen der Gewässer nach Westen hin Schrankengesetzt wurden. Das Tiefland nördlich zwischen Cleve undNymwegen, dessen östlicher Theil den NamenDüffelt"führt, wird noch jetzt von vielen Wassern durchzogen, diesich als die Reste ehemaliger Wasserbedeckungen erweisen,und ohne die schützenden Dämme würde dieser Landstrichfast alljährlich durch die Fluthen des Rheines und der Waalin einen See verwandelt werden. ) Es bedarf daher kaumder Erwähnung, dass ohne die Anlage von Dämmen aneine Bewohnung dieses einer fortwährenden Uebcrflutungausgesetzten Bodenstriches nicht zu denken wäre. Nun findensich aber vielfache Reste römischer Ansiedlungen in dieserGegend, und auch aus früher fränkischer.Zeit werden ein-zelne Ortschaften daselbst namhaft gemacht. n ) Hierausgeht mit Notwendigkeit hervor, dass bereits von den Hö-rnern Anstalten getroffen waren, die Wasserfluten von demBoden abzuhalten, und zwar in der Art, dass vom Fusseder Clever Berge an ein Damm gezogen wurde, der amUnken Flussufer über liyndem und Millingen bis nach Nym-wegen ging, und dessen Richtung noch durch die Ueberrestedes alten Banndeiches und den jetzigen Waal deich bestimmtwird. ]2 ) Dadurch wurde sowohl das Bett der ältesten Waalvom Rheine abgeschnitten, als auch das angränzende Tief-land vor Ueberschwemmungen geschützt: die in ein unddemselben Bette zusammengehaltene Wassermasse schied sichdann erst unterhalb Schenlcenschanz, zwischen den DörfernKeehen und Lobith, in zwei gesonderte Arme Waal undRhein, und hier begann nun das einerseits von Flüssen,