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Tochter zur Erziehung anvertraut hatte und dieser noch dazusein naher Verwandter war 1 ). Verbinden wir damit die AngabeThietmars, wonach „ein" sehr grosser feindlicher Heerhaufe diegräfliche Burg Ala belagerte, so wird man sich die Sache so zudenken haben, dass nach Abbruch der kriegerischen Operationenin Folge Abzugs des Herzogs Heinrichs H. nach Baiern Leuteaus dem Heere der auf der Asleburg versammelten Grossen,welche nicht Willens waren, mit leeren Händen heimzukehren,sich zusammenrotteten und sich auf das nächstliegende Objektwarfen, welches geeignet schien, ihre Wuth über das verfehlteUnternehmen zu stillen und zugleich Aussicht auf reiche Beuteversprach. Für beide Zwecke war die Burg des verhasstenGrafen besonders geeignet, und wir werden sie deshalb nichtweit von der Asleburg zu suchen haben. Von einer solchenmit dem Namen Ala findet sich in der Gegend der Asleburgnun freilich jetzt keine Spur mehr, dennoch fehlt es nicht anZeichen, dass einst eine solche dort lag.
Am 23. Januar 1001 schenkte Kaiser Otto III. dem BischofBernward von Hildesheim bei dessen Anwesenheit in Rom dasSchloss Dahlum in pago Hastfala sive Ambargau in comitatufiliorum Ekbrahti comitis et nepotis nostri 2 ). Hatten hiernachdie Söhne des einäugigen Grafen Ekbert 3 ) das Grafenamt imAmbergau, so hatte es bei der unzweifelhaften Erblichkeit des-selben der Vater auch gehabt, und sein Schloss muss in diesemGau gelegen haben, also nicht fern von der Asleburg. Nunfinden wir in dem Schenkungsregister des Klosters Heimars-hausen a. d. Diemel zwei Traditionsurkunden, welche lauten:„In villa que dicitur Alebroch, Palatinus Comes Frithuricus 4 )tradidit ecclesie cum areis pro remedio anime fratris sui duashobas" 5 ), und weiter hin: „In villa, que dicitur Alebroch, Pala-tinus Comes Frithuric tradidit pro remedio anime filii sui II.hobas cum areis. Item idem Palatinus Frithuricus in villa que
') Widukindi rea gest. Sax. (M. G. SS. III, 454) 9 53:----------- conso-
brinus regia (Ottonis) Ecberhtus. — Ann. Quedlinb. (a. a. 0. 58) 9 55 :
—-------rex Otto-------filius materterae ejus Egbertus. — 2 ) M. G. DD. II,
2, S. 821, Nr. 390; Lüntzel a. a. 0. 348. — 8 ) Dieser war 994, April 4/5gestorben. (Ann. Quedlinb. in M. G. SS. III, 72.) — 4 ) Pfalzgraf Friedrich I.von Sachsen a. d. Hause Goseck, Sohn Athelbero's (Berns); St.-T. II. —6 ) Wenck, H. L. II, Urkb. 70, Nr. 109.