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Aus meinem Leben : Nachgelassene Aufzeichnungen des am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf verstorbenen
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fungen des Lebens erstarkte Character meiner Mutter Hess dieselbediese beiden auf einander folgenden Scliicksalsschläge ertragen.Sie entschloss sich auf mein Zureden, Prettin zu verlassen undihre Mobilien daselbst zu verkaufen.

Meine Frau und ich bedurften nach der hier durchgemachtenLeidenszeit der Zerstreuung und Erholung. Wir reisten dahervon Prettin aus am 21. August nach Potsdam und Berlin, wowir 2 bis 3 Wochen zu bleiben hofften, wo indessen die Choleragrassirte und wir uns veranlasst sahen, schon am 28. Augustwieder abzureisen, nachdem ich meiner Bertha die Merkwürdig-keiten Berlins gezeigt hatte. Wir kehrten über Wittenberg nachPrettin zurück, um mit meiner Mutter das Nähere zu besprechen,worauf wir am 1. September unsere Beise wieder antraten. Wirnahmen unseren Weg über Torgau, Leipzig, Halle, Eisleben,Cassel, Marburg und Giessen nach Frankfurt, in welchen Städtenwir uns überall die nöthige Zeit aufhielten, um das Sehenswerthekennen zu lernen, und trafen am 9. September in Wiesbaden ein,theilten unseren Lieben das Erlebte mit und blieben bis zum15. September. Unseren Kückweg nahmen wir über Rüdesheimund Bingen, verweilten noch kurze Zeit in Bonn beim Eomeo,Bruder meiner Frau, und in Mühlheim sowie in Bergisch-Gladbachund in der Dombach bei den lieben Verwandten, worauf wir am20. September wieder in Düsseldorf ankamen. Es war dieseBeise von acht Wochen eine sehr kostspielige; denn sie absorbirte560 Thlr. Für den für 160 Thlr. gekauften Wagen erhielt ichbeim Wiederverkauf nur 60 Thlr. Eingeschlossen sind in dieseSumme die Ausgaben für kleine Geschenke und einige Bedürfnissefür uns, 83 Thlr., welche ich meiner Mutter zur Bestreitung derdringendsten Ausgaben zurück liess, welche in Folge der beidenTodesfälle innerhalb vier Wochen bei ihrer Vermögenslosigkeitsehr bedeutend waren. Jetzt würde man diese Beise mit einemDrittheile der damals notwendigen Ausgaben zurücklegen können. Das Geld sass mir damals nicht fest in den Taschen; ichnahm es ein, um es wieder auszugeben.

Im Herbste 1837 reiste mein Bruder Gustav nach Prettin,