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Obgleich ich im Bräutigamsstande meiner Braut und demVerweilen in deren Familienkreise manche Stunde widmete, wurdemeine literarische Thätigkeit doch nicht seitwärts liegen gelassen.Ich beabsichtigte, dem Chef des Militair-Medicinalwesens, General-stabsarzt Dr. v. Wiebel eine Aufmerksamkeit zu der den 1. Octo-ber d. J. stattfindenden fünfzigjährigen Dienst-Jubelfeier zu widmen,und liess zu diesem Zweck eine Schrift: „Bemerkungen überden Brand der Kinder", Berlin, 1834. IV u. 22 Seitendrucken.
Sie betraf eine Krankheit, die nur eine Form des Wasser-krebses war, und nur an den Geschlechtstheilen kleiner Mädchen,so wie als Uautbrand der Neugeborenen erscheint. Es wurde be-absichtigt, die Aerzte von Kinder-Hospitälern, Findel- und Waisen-häusern auf diese Krankheit, über welche wenig in der Literaturzu finden war, zu ferneren Beobachtungen hinzuweisen.
Nebenbei setzte ich im Militairlazareth zu Düsseldorf meineseit fünf Jahren begonnenen Versuche über die Wirksamkeit derArzneimittel auf die der Oberhaut beraubten Haut fort. Ich warauf diesen Gegenstand durch das Erscheinen der Lembert'schenSchrift (Essai p/ir la methode endermique; Paris 1826) und aufdie Versuche meines Bruders im Charite-Krankenhause zu Berlinhingeleitet, deren Eesultate 1829 in dessen Dissertation nieder-gelegt waren. Ich beendete diese Arbeit, zu deren Inhalt mir261 Kranke dienten, vor meiner Verheirathung, um sie dem 2. Ge-neralstabsarzte Dr. Büttner zu widmen, der am 15. October 1835sein fünfzigjähriges Dienstfest feierte. Sie erhielt den Titel:
„Die endermische Methode, durch eine Eeihevon Versuchen in ihrer Wirksamkeit geprüft".Berlin 1835; VIH und 140 Seiten. —
Am 25. Mai ej. a. (1835) schloss ich den Bund mitmeiner Gattin, an welchen Act sich eine Keise reihte, die wir bisStrasburg ausdehnten. Wir reisten, da damals noch nicht Eisenbahnenbestanden, die ein billigeres Keisen möglich machten, mit eigenemWagen und Extrapostpferden, wodurch die Reise mir sehr theuer