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Aus meinem Leben : Nachgelassene Aufzeichnungen des am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf verstorbenen
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befürchten Hessen, vor Allem aber die in Wassersucht übergegan-gene Entzündung des linken Ellbogengelenkes, welche ebenfalls vonZeit zu Zeit exacerbirte und mir manche kummer- und sclimerzensvolleStunden bereitete, hatten mich zum Hypochonder gemacht undHessen mich die Zukunft sehr schwarz sehen. Besonders wurdeim Winter 1827/28 durch eine heftige Entzündung des Gelenkesdie Besorgniss rege, meinen Arm verlieren zu können und meineCarriere zerstört zu sehen. Es war ein Glück, dass ich auf dieAnwendung der heroischen Mittel, Glüheisen, Mixen und Punctiondes Gelenkes, welche Rust und v. Graefe anempfahlen, nicht ein-ging, sondern dem Rathe Kluge's, das Zittmann'sche Decoct zubenutzen, folgte. Vierzig Maass in dreissig Tagen verbraucht,tbaten der Entzündung und ihren verderblichen Ausgängen Ein-halt, das Gelenk wurde wieder dünn und schmerzlos, und ichschöpfte wieder von Neuem Hoffnungen in meinem freudenlosenLeben. Ich schöpfte wieder Lebensmuth beim Beginn des Früh-lings, und machte von Neuem Lebenspläne. Es drängte mich ausmeiner Einsamkeit hinaus in die weite Welt, die ich kennenlernen wollte, und ich fasste den Entschluss, den Antrag zu einerwissenschaftlichen Heise auf Kosten des Instituts zumachen, obgleich ich die mir entgegentretenden Schwierigkeiten nichtverkannte, nämlich meine Kränklichkeit und die Erschöpfung desReise-Stipendium-Fonds durch die vorangegangenen Reisen Wutzer'sund Branco's. Wegen jenes Hindernisses hatte ich am Sub-director Dr. Schultz einen mächtigen Gegner, der einem Neffendiese Gunst zuweisen wollte. Es gelang mir indessen, den Chef,General-Stabsarzt Dr. v. Wiebel, bei der Sitzung für mich stimmenzu können, der mir wegen meiner Leistungen sehr gewogen war.Ich erhielt aus dem Instituts - Fonds zu meinem Gehalt eine Zu-lage von 700 Thalern und später noch 200 Thlr. nach Parisnachgeschickt, und Se. M. der König liess mir durch Cabinets-ordre vom 15. Januar 1828 unter Abstattung des Dankes fürmein überschicktes Werk 20 Frd'ors zustellen, welches Geschenkim Gelde ich dem eines mir zugedachten Ringes oder einer Dosevorzog. Ein Beitrag aus meinen Ersparnissen von 200 Tlilrn.erhöhte die Summe für die Reise auf 1200 Thlr.