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rarische Arbeiten und für das Privatissimum nach Absolvirungmeiner Staatsprüfungen vom Jahre 1824 bis zum Frühjahre 1828inclusive von 100 Frd'or Honorar für mein Werk über Bein-brüche u. s. w. in Summa 2419 Thlr. 15 Sgr. Diese Zulageschützte mich vor grossen Schulden und gewährte mir die Mittel,meinem guten Bruder das Quadriennium im Studium durchzuhelfen,der mir durch seinen Fleiss und seine erfolgreiche Ausbildungeine grosse Freude machte und mich seinen frühen Tod um somehr schmerzlich empfinden liess. —
Mein Leben und Wirken während der sieben Jahre, die ichim Institute zubringen musste, bevor ich eine regimentsärztlicheStelle erhielt, war, wie oben geschildert, ein sehr thätiges, derAnstalt zur Ehre gereichendes. Ich musste 13 Semester alsRepetent fungiren, und verwaltete 7 Jahre die Biblio-thek neben meinen amtlichen Beschäftigungen. —Die Gebrechen des Instituts in Betreff der Lehrmethode will ichhier nicht erwähnen; es ist dies bei Gelegenheit in einer meinerspäteren Schriften geschehen. Nur bemerke ich, dass, was viel-leicht wohl nie beobachtet wurde, ich eine Section während desvierjährigen Studiums als Vorgesetzter begleitete, und die Freudespäter erlebte, dass von neun Studirenden 5 Regimentsärzte (Leh-mann, Siesteden, Raths, Hedinger und Werlitz) wurden, und zweibei ihrem nachgesuchten Ausscheiden aus dem Dienste als Stabs-ärzte Leibärzte wurden; Schiegnitz bei dem Herzog von Coburg-Gotha und Kessler bei dem Könige von Portugal. — Dass ichbei diesem Erfolge einigen Antheil hatte, darf ich mir wohl an-massen. Es bestand zwischen den meiner Obhut anvertrautenStudirenden und mir ein freundschaftliches Verhältniss und dahereine gegenseitige auf Achtung begründete Anhänglichkeit. Strafenwurden niemals nothwendig.
Die anstrengenden Arbeiten während der letzten fünf Jahre,die Entziehung von jedem geselligen Verkehr, der Mangel anZerstreuung, das Bestehen eines von meinem Vater angeerbtenLuftröhrencatarrhs, dessen öftere Exacerbationen mich in Folgeetwa bestehender Tuberkeln die Entwickelung der Schwindsucht