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SOMMERLUST
4 „Ach Wächter auf der Mauern, wie quälft du mich fo hart!Ich lieg' in fchweren Trauern, mein Herze leidet Schmerz. Dasmacht die Allerliebfte, von der ich fcheiden muß; das klag ichQott dem Herren, daß ich fie laffen muß.
5. Ade, mein Allerliebfte, ade, fchöns Blümlein fein, ade,
!chön Rofenblume, es muß gefchieden fein! Bis daß ich wieder;omme, bleibft du die Liebfte mein; das Herz in meinem Leibegehört ja allzeit dein."'
Aus dem HeHen-Darrnftädtlfchen.
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1. Ich ging durch ei-nengras-grü- nen Wald, da
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hört ich die Vö-ge-lein fin - gen; fie fan-gen fo
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jung, fie fan-gen fo alt, die klei-nen Vö-ge-lein
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in dem Wald, die hört ich fo ger-ne wohl fin-gen.
2. „Sing zu, fing zu, Frau Nachtigall, fing mir von meinemFeinsliebchen! Sing mir es fo hübfch, fing mir es fo fein! Heutabend, da will ich bei ihr fein, will fchlafen in ihren Armen."
3. Der Tag verging, der Abend kam, Feinsliebchen kam ge-gangen. Es klopfte fo leis mit feinem Ring: „Steh nur auf, duherzallerfchönftes Kind, ich habe fchon lange geftanden."
4. „So lange geftanden haft du noch'nicht, ich habe nochgarnicht gefchlafen. Ich habe gedacht in meinem Sinn: wo iftmein Herzallerliebfter hin? Wo bift du fo lange geblieben?"
5. „Wo ich fo lange geblieben bin, das darf ich dir, Schätz-chen, wohl fagen: wchl bei dem Bier, wohl bei dem Wein, aliwodie fchönen Jungfern fein, da bin ich auch jederzeit gerne."