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Der Zupfgeigenhansl
Entstehung
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85
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BALLADEN

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o - ben breit und

un - ten fchmal.

2. D&runter zwei Verliebte faßn, und die vor Liebe ihr Leidvergaßn.

3.Feinslieb wir muffen voneinander, ich muß noch fiebenJahre wandern."

4.Mußt du noch fieben Jahre wandern, heirat ich dochkeinen andern."

5. Und als die fieben Jahre umme warn, fie meint, ihr Lieb-chen käme bald.

6. Sie ging wohl in den Garten, ihr Feinslieb zu erwarten.

7. Sie ging wohl in das grüne Holz, da kam ein Reiter ge-ritten ftolz.

8.Gott grüß dich, du Hübfche, du Feine, was machft duhier alleine?

9. Ift dir dein Vater oder Mutter gram, oder haft du heimlicheinen Mann?"

10.Heute finds drei Wochen und fieben Jahr,, daß meinFeinslieb gewandert war."

11.Geftern bin ich geritten durch eine Stadt, da dein Feins-lieb Hochzeit hat gehabt.

12. Was tuft du ihm denn wünfehen an, daß er feine Treuenicht gehalten hat?"

13.Ich wünfehe ihm fo viel Glück und Segen, als Tr'öpfleinvon dem Himmel regnen."

14. V/as zog er von dem Finger fein? Einen Ring von rotemGolde fein.

15. Er warf den Rin~ in ihren Schoß, fie weinte, daß dasRinglein floß.

K>. Was zog er aus feiner Tafchen? Ein Tuch fchneeweißgewafchen.

17.Trockn ab, trockn ab dein Äugelein, du follft fürwahrmein eigen fein.

18. Hätteft du mir einen Schwur oder Fluch getan, fo warich gleich geritten davon."