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Der Zupfgeigenhansl
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BALLADEN

6. Sie ging: in ihre Kammer und weinte vor Schmerz undJammer, fie zog ihr fchneeweiß Kleidchen an, uiid wartete, bisder Bräutigam kam.

7. Der Bräutigam kam gefahren mit fiebenundfiebzig Wagen,der erfte war mit Gold befchlagen, darin follt unfer Luischenfahrn.

8. Sie fuhren wohl über die Brücke, Luischen faß in derMitte; da kam ein großer Sturm daher und warf Luischen indas Meer.

9. Der Wagen war verfunken, Luischen war ertrunken. Dahatte der Vater keine Luife mehr, die Mutter weinet gar fo (ehr.

Nach einem 1771 von Goethe im El[ aufgezeichneten.Liede.D DV

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1. Stand ich auf ho - hem Ber - ge, {ah

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in den tie - fen Rhein. Ein Schiff - lein {ah ich

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fchwe-ben, fchwe - ben, drei Qra - fen fa-ßen drein.

2. Der jüngfte von den Grafen hub auf fein römifch Glas,tat mir damit zutrinken:Feinslieb, ich biet dir das!"

3.Was tuft du mir zutrinken, was bietft du mir den Wein?Jch muß ins Klofter gehen, muß Gotte9 Dienrin fein."

4. Es ftünd wohl an' die halbe Nacht, dem Grafen träumtsgar fchwer, als ob feine Herzallerliebfte ins Klofter gangen war.

5.Steh auf, fteh auf, mein Knappe, zäum mir und dir einPferd 1 Wir wollen reiten Berg und Tal, der Weg ift Reitens wert."

6. Und als er vor das .Klofter kam, gar leife klopft er an:Wo ift die-jüngfte Nonne, die letzt ift kommen an?"

7.Es ift hier keine kommen, es kommt auch keine heraus."So will ich hier anzünden das fchöne Nonnenhaus 1"

8. Sie kam herausgefchritten, fchneeweiß war fie gekleidt,ihr Haar war abgefchnitten, zur Nonn war fie bereit.

9. Was hatt fie in den Händen? Von Gold ein Becherlein.Er hat kaum ausgetrunken, fpringt ihm fein Herz entzwei.