Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

Pandkct. V. XVH. Tit. 2. i'ro socio.

329

geleitet worden ist, sei dieselbe aufgekündigt, sie möge nuuaber das ganze Vermögen oder über ein einziges Gescbäft ge-flossen sein. §. 1. Ebenso sagtLabeo, dass, wenn dasVermögen eines Genossen von den Gläubigern verkauft wor-Jf" ? die Genossenschaft aufgelöst werde. §. 2. Wenn eineGenossenschaft zu Erkaufung oder Erpachtung einer gewissen^ache geschlossen ist, so ist, sagtLabeo, auch der nach dem"de eines [Genossen] entstandene Gewinn oder Verlust ge-meinschaftlich. §. 3. Ich habe gesagt, durch Uebereinkuuft\"'**t'«sK) werde die Genossenschaft getrennt; das heisst soViel; wenn Alle darüber einverstanden sind (ilissi-n/iiiii/). Wie, " 1 " > Wenn Einer aufkündigt? Cassius schreibt, der, wel-euer die Genossenschaft aufkündige , entledige seine Genosse«|"egeii sich, nicht aber sich gegen sie der Verbindlichkeit,"d so ist es auch allerdings zu halten , wenn die Auf kün-'?""«' in arglistiger Absicht geschehen ist, z. B. wenn, dalr eine (Genossenschaft für das ganze Vermögen geschlossen,a J"Uiif einer deshalb, weil ihm eine Erbschaft zugefallen, auf-j> e kündigt hat; daher wird zwar, wenu die Erbschaft Schaden., "fft j dieser den treffen, welcher aufgekündigt hat, de«"''en aber wird er auf erhobene Klage mit dem Genosse«° e,Ue "»scJiaftlich zu machen angehalten werden. Wenn er aberWeh der Aufkündigung etwas erwirbt, so ist es nicht ge-Ue, «»cLuftHc| I zu machen, weil hierbei keine Arglist begangenrden ist. §. 4. So auch, wenn wir eine Genossenschaft

* u,r j Ankauf einer Sache schliessen, du aber nachher sie allein

" Wnfen wünschest und deshalb die Gesellschaft aufkündigst,

" n sie allein zu kaufen, so wirst du mir meinen Schaden er-

*e<zeu

müssen; hast du aber deswegeu aufgekündigt, weil du

l d em Ankauf keine Lust hattest, so bist du nicht verpUich

H

V' ^enn gleich ich sie gekauft habe; weil hier kein Betrug

haltet; m >d dem stimmt auch julianuH bei. §. 5. Ia«r

G e ° aber schreibt in den Büchern Posteriori), wenn einer der

^ ei »OHsen die Genossenschaft zu einer Zeit auf kündigt , wo

Sei- ,,eil der Genossen davon anhing-, dass sie nicht auf

fan,*' Würde, so mache er sich in der Geuossenklage sach-

j. $» nämlich wenn wir unter Eingehung einer Genossen-

Ml -Sc/aven gekauft haben und du mir dann dieselbe zii

hafT- *** aufsa 8' 8t i W> «er Verkauf der Sclaven «nvortheil-

lai ,S '' J " ( ' em *"af/e He '" it <m wi' der Geuoaaenklage zu be-

^t *" u> Weil du mich in eine liachtheiligere Lage setzest.

( J j r ° c,l, "8 sagt, dies sei insofern wahr, wenn es der |g-aiizen|

lii 8 mft ,,ic ' a / " ( «' ;i K 1 '>ch sei , die Genossenschaft aufzu-

dTV< den " " ,,,ner ist nl '^ t " ,IS z " beobachten, was einem

^ ««nossen für seine Person nützlich ist, sondern was der

»ossenscUaft Vortheil bringt; dies ist so zu verstehen; wenn