Druckschrift 
3 (1831)
Entstehung
Seite
458
Einzelbild herunterladen
 

458 PjLHdkct. L. XXXIII. TU. 6. De trtlico, vrno, oho Jcgalo.

Zwischenzeit entbunden worden, nicht der Tochter. Eben der-selbe fragte an, ob vor der Verheirathung die Nutzung und derGebrauch dieser Sclaven der Mutier Sempronia gehöre. Erantwortete, dass kein Grand vorliege, warum sie der Mutterganz gehören sollten.

• 22. Idem lib. XVII. D/V. — Ein Ehegatte vermachte «ei-ner Gattin in seinem Codicille durch ein Fideicommiss Grund-stücke nnd diejenigen vier Schüsseln, welche sie «ich auswäh-len würde. Es wurde angefragt, ob sie aus den zur Zeitdes Todes vorhandenen Schüsseln auswählen könne? *') Ererlheilte zur Antwort, dass ihr dies allerdings freisiehe.

Sechster Titel.

De tritico, v i n o, v e l o l c o l e g a t o.

{Vom, Vermäclitniss des Getreides, TJPfiines und Oeh.)

1. ULP. lib. XX. ad Sabin. — Ist Wein vermachtworden , so ist darin auch der Essig begriffen , welchen derHausvater dem Weine beirechnete.

2. POMPON. üb. VI. ad Sabin. -* Wenn dem Einender Vorrath an Speisen und Getränk , dem Audern aber derWein vermacht worden ist, so gehört'jenem Vermächlniss-inhaber aller Vorrath mit Ausschluss des Weins, §. 1. Sinddir hundert Kruge [Wein], welche dir belieben würden, ver-macht worden, so kannst du mit der Klage aus dem Testa-mente verlangen, dass dir die Erlaubiiiss verstauet werde, zukosten; oder du kannst das Iuleresse , "was dir aus der Er-laubnis zu kosten erwächst, mit der Klage auf Auslieferung'verfolgen. ,

3. ULP. üb. XXIII. ad Sabin. — Sind Jemandem hun-dert Krüge Wein vermacht , aber kein Wein hinterlassenworden , so mus* der Erbe den Wein kaufen und gewähren,nicht aber den Essig, -der dem Weine beigezählt wurde. §. 1.Ist Weiu vermacht worden, so kann es zweifelhaft sein , obnuch die Gefässe dazu gehören. Und Celsus sagt, wennWein vermacht worden sei, so müssten auch die Gefässe,selbst wenn er wicht mit den Gelassen vermacht worden, al*lmtverniiicht angesehen werden; nicht, weil die Gefässe einTheil des Weines sind, wie die Mosaik am Silberzeug', anden W^einbechürn etwa und am Spiegel, sondern weil esglaublich ist , die Meinung des Testators sei dahin gegangen,diiss auch die Krüge ein Zubehör de« Weines sein sollten;deun so , sagt er, pllegen wir zu sprechen, dass wir tausend

41) Nämlich im Gegensatz von den zur Zeit der Errichtung«los CwlicUls vorbanden gewesenen.