Pandbct. L. XXXII. De legath ei fideicommissis III. 357
einem und demselben öfters vermacht Laben sollte, so wird dieletzte Willensäusserung für stärker gehalten, denn NiemandKami sich das Gesetz auflegen, dass es ihm nicht freistehensolle, von seinem früheren Willen abzugehen. Doch wird diesn, «r dann Statt haben, wenn er besonders gesagt haben wird,dass er seinen früheren Willen bereut und gewollt habe, dassder Verinä'chtnissinhaber mehrere Vermächtnisse erhalten solle.§• i. Ein Soldat erlangt, wenn gegen ihn 'wegen eines mili-•arischen Vergehens ein Capitalurtheil gesprochen worden ist,dadurch, dass der, welcher ihn verurtheilt hat, in dem Urlheilselbst es erlaubt, sowie die Fähigkeit, ein Testament zu errich-te"» so auch die, ein Fideicommiss zu hinterlassen. §. 2. Denschaden durch den Tod eines durch ein Fideicommiss hinter-•asseuen Sclaven erleidet, ehe ein Verzug Statt findet, der Fi-•leicommissiuhaber allein, wenn gleich ein fremder hinterlas-sen wird.
23. PAUL. lib. V. Sentcnt. — Es würde unziemlichsein, wenn der Kaiser Vermächtnisse oder Fideicoimiiisse ause ">ein unvollkommenen Testamente in Anspruch nehmen wollte;denn es ziemt einer so hohen Majestät, diejenigen Gesetze zubeobachten, von denen mr oulbi i t entbunden zu sein scheint.
24. NERAT; lib. II. Rcsp. — Einem Gläubiger kannKo vermacht werden, dass eine Nichtschuld von ihm nicht zu-rückgefordert werden sollte.
25. PAUl.. lib. I. ad Neral. — Der oder jener'irbe soll dem Sejus Hundert geben; Se/us kann siev °u welchem von Beiden er will, fordern. §. 1. Wenn in«eu Worten keine Zweideutigkeit liegt, so darf die Frage nach"er Absicht nicht zugelassen werden.
26. Idejh lib. II. adNcral. — Der, welcher ein Fidei-commiss leisten nuiss, wird nach dem Verzug nicht blos dieFrüchte, sondern auch jeden Schaden, welcher dem Fideicom-
missinliaber zugefügt worden ist, zu ersetzet! gezwungen.
27. Idem Hb. II. Decrcl. — Paula hat, nachdem sieden Callinicus auf einen Tiieil zum Erben eingesetzt hatte, derTochter eben desselben der .luventiana, wenn sie sich iu derf'amilie verheirafhet hätte, Zehn im Testament vermacht, sodannhatte sie in einem nach einiger Zeit errichteten Codicille dem-*e'ben Callinicus Zehn hinterlassen, ohne hinzuzufügen: a n 8 % er-dein uocli-, [der Kaiser} s ) hat den Ausspruch gethan, dass"eide Summen geleistet werden niüssten, vorzüglich da in demCodicille der Tochter des Callinicus Nichts vermacht gewesen
8) Septim. Severus oder Anton. Caracalla, deren de-creta Paulus in der Schrift, aus welcher vorliegende Stelleentnommen ist, gesammelt hatte.