Druckschrift 
Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
Entstehung
Seite
467
Einzelbild herunterladen
 

y

Handel und Industrie, der Stadt Düsseldorf.

467

Zunächst wird über den Fremdenverkehr nach den Auf-zeichnungen erwähnten Jahres berichtet, dass in 19 inder Fremdenliste damals regelmässig genannten Hotelstmd zwar vom Mai 1769 bis zum Mai 1770 logirten:

im Monat Mai 1769 101 Personen, worunter 55 Kaufleute,

Juni

123

y» >

63

Juli

139

»S J

66

Aug.Sept.Octbr.

92125153

M J

326270

Novbr.

91

M 5

35

Decbr.

93

ji >

52

Jan. 1770

99

M ?

53

Febr.

112

M »

59

März

96

»i j

49

April

85

)» $

57

Die in erster Linie interessirenden Kaufleute kamenMim grössten Theil aus dem Wupperthal und von Köln,vereinzelt aus Holland und aus Westfalen. ErwähnteHotels, oder richtiger bezeichnet, Gasthäuser lagen be-greiflicher Weise sämmtlich im alten Düsseldorf. So findenwir auf der Bolkerstrasso die Gasthöfe: Zum Pfau, zumschwarzen Pferd, den Zweibrücker Hof, zum Anker, zumKlotz oder goldenen Berg; auf der Rheinstrasse haben wirdas Gasthaus zum Antonio, auf der Bergerstrasse zumHeidelberger Fass, auf der Flingerstrasse zum Schellfisch,Kurzestrasse zum Raben; auf der Ratingerstrasse in demvormaligen Rathhaus von Düsseldorf das Gasthaus zumschwarzen Hörn; auf der Citadellstrasse befindet sich derFranzösische Hof, auf der Kurzestrasse das alte Kaffee-haus, auf dem Burgplatz der Gasthof von Cüstoll; ausserdiesen werden noch als Gasthöfe genannt der Bönn'scheHof auf der Hafenstrasse; ferner die Gasthöfe zur StadtSiegburg, zum Posthaus, derPrinz von Oranien" und der'Frier'sehe Hof.

Ueber die höfliche Form, in welcher die Gasthofbesitzersich damals dem reisenden Publicum zu empfehlen pflegten,melden dieBergischen Wochenblätter" beispielsweiseFolgendes:Auf der Citadelle dahier, im FranzösischenHofe, bei Gastgebern Boulanger, logirt man zu Fuss undPferd, seind auch genugsam Remisen für Equipagen, manfindet bei ihm allezeit alles dasjenige, was man zu essenbegehren wird, er macht auch alle Sorten von Gebackenemnach dem Geschmack des Publikum, wenn er nur wenigzuvor avertirt worden, diejenige, welche bei ihm Tafel haltenwollen, brauchen ihm nur zuvor zu avertiren und werden

30»