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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der Icatholischen Gemeinde Düsseldorfs.

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grössten Freude und Feierlichkeit in ihrer Mitte bewill-kommnete.

Ferner zeigt uns schon die vorliegende, kurze Ueber-sicht über die Geschichte des Katholicismus in Düsseldorf,dass derselbe sich von Seiten der Landesfürsten fast immereiner wohlwollenden Behandlung zu erfreuen hatte. Diedem Katholicismus weniger günstige Haltung der beidenersten clevischen Herzöge wird reichlich aufgewogen durchdie vielen Wohlthaten, welche sowohl die früheren bergischen,als auch die späteren Pfalz-Neuburgischen Fürsten derkatholischen Kirche erwiesen haben. In dieser Hinsichtblicken wir nun auch mit Dank und Vertrauen auf zu den-jenigen Fürsten, welche Düsseldorf seit siebenzig Jahrenseine Landesherren nennt. Die Hohenzollern'schen Königesind nicht nur die Rechtsnachfolger, sondern die wirklichenNachkommen unsrer alten, bergischen Herzöge. Ihnensind wir besondern Dank schuldig dafür, dass sie die Toleranz,welche Kurfürst Max Joseph 1799 für seine Staaten, alsoauch für das bergische Land, proclamirte, seitdem praktischgeübt haben. Wenn wir uns erinnern, wie schwer es unsernVorfahren geworden ist, in den auf die Glaubensspaltungfolgenden Zeiten das richtige Verhältniss für das Zusammen-leben der Confessionen zu finden, so mögen wir daraus ent-nehmen, von wie grosser Bedeutung es ist, dass jetzt vonoben herab Parität geübt und gegenseitige Duldung ein-geschärft wird. Das herrliche Wort, welches der nun in Gottruhende König, Kaiser Friedrich, bei seinem Regierungs-antritt gesprochen hat, wird allen Katholiken unvergesslichbleiben, das Wort:Meinem Herzen stehen alle Unterthanengleich nahe!" Eine solche Gesinnung, praktisch und an-haltend bethätigt, hat einen grösseren Werth, als selbst dieden Kirchen und religiösen Instituten gespendeten Wohl-thaten.

Unter dem Schutze rechtliebender und toleranterFürsten, im engen Anschluss an Papst und Bischof, dieVertreter der kirchlichen Einheit, geht die katholische Ge-meinde Düsseldorfs im Vertrauen auf Gott ihrer Zukunftentgegen. Wir sehen, wie in der Geschichte des alten Düssel-dorf in religiöser Hinsicht Zeiten der Blüthe und Periodendes Verfalles mit einander abwechseln; es lässt sich nichtleugnen, dass wir jetzt seit mehreren Jahrzehnten schoneinen kirchlichen Aufschwung zu verzeichnen haben; obderselbe noch ferner anhalten und sich weiter entwickeln,oder ob er vielleicht schon bald in's Stocken gerathen unddem Verfalle weichen wird, das hängt wesentlich davon ab,wie wir selbst, Priester und Volk, unsere Schuldigkeit thun.