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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Politische Geschichte Düsseldorfs.

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zu einer Universität vereinigt; diese konnte jedoch nicht insLeben treten, da es an Geld zu ihrer Unterhaltung fehlte.Napoleon hatte 1806 den von ihm abhängigen Gebietenallen Handel mit England untersagt; dadurch verlor diebergische Industrie eine wichtige Absatzquelle. Ausser denhohen Steuern wurde noch die von den Franzosen ein-geführte Conscription besonders drückend empfunden; dennNapoleon brauchte für seine Kriege viel deutsches Blut.Die bergischen Soldaten fochten in Spanien und Russlandfür Zwecke, die dem Lande fremd waren. Ueberhaupt wurdedas Grossherzogthum vollständig als zu Frankreich gehörigbehandelt. Schon Joachim hatte bei allen wichtigeren Maass-regeln die Anweisungen Napoleons befolgen müssen, dazuhielt ihn seine militärische Stellung beständig im Auslandefest; er hat sich nach der Huldigung nur noch einmal, vonJuli bis October 1806, in Berg aufgehalten und meist inBenrath residirt. Sein Nachfolger, der junge Prinz, wuchsin Frankreich auf, und der Kaiser Napoleon selbst hatDüsseldorf nur einmal, vom 2. bis 5. November 1811, besucht.Der alte bergische Landtag war im Februar 1807 zum letztenMale zu Rathe gezogen worden: als die Deputirten das vonder Regierung vorgelegte Budget nicht in seinem ganzenUmfange annehmen wollten, wurden sie heimgeschicktund nicht wieder berufen. Eine von Beugnot ausgear-beitete constitutionelle Verfassung ist nicht mehr in Kraftgetreten.

Der von Preussen, Russland und Oesterreich im Jahre1813 geführte Befreiungskrieg machte der französischenHerrschaft ein Ende. Die Schlacht bei Leipzig zwangNapoleon zum Rückzuge über den Rhein, und mit ihmflohen die französischen Behörden. Beugnot verliess Düssel-dorf am 4. November; zehn Tage später wurde die Stadtvon russischen Truppen besetzt. Aus den nicht altpreussischenTheilen des Grossherzogthums bildeten die Verbündetenvorläufig einGeneral-Gouvernement Berg", und ernanntenzum General-Gouverneur den Staatsrath Justus Grüner.Dieser wusste durch besonnenes Auftreten die Einwohnerfür die deutsche Sache zu gewinnen, sodass sie die Lastender Occupation willig ertrugen; der sofort organisirte Land-sturm machte, von Linientruppen unterstützt, Streifzügeauf das linke, noch von den Franzosen besetzte Rheinufer,bis im Beginn des Jahres 1814 auch dieses von den Ver-bündeten erobert wurde. An Stelle Gruners, der nach demMittelrhein berufen wurde, trat Anfang Februar der PrinzAlexander von Solms; als aber am 15. Juni die verbündetenMächte die Verwaltung von Berg an Preussen übertrugen,