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Der Hausgarten
Entstehung
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WEGRANDER

Da der Hausgarten nicht malerische Unordnung und Zufällig-keit, wie sie uns in der freien Landschaft wohl reizvoll erscheint,sondern Nettigkeit, Behaglichkeit, Wohnlichkeit und Ordnungaufweisen soll, so ist eine scharfe Zeichnung der Wegerändererwünscht. Stößt der Weg an Grasflächen, so müssen die Gras-kanten sauber, der Weglinie folgend, abgeschnitten werden, dochdürfen diese abgestochenen Kanten nur wenige cm hoch sein.Noch schöner ist es, wenn das grüne Gras bis hart auf den Weghinuntergedrückt wird.

Grenzen Blumenbeete an den Weg, so bedient man sich zurHerstellung der Begrenzungen niedriger Gewächse als Einfassung.Am bekanntesten und brauchbarsten ist der Buchsbaum, denman durch Beschneiden in sehr scharf ausgedrückten Linienhalten kann. Aber auch niedrig bleibende Stauden und Som-merblumen können einem Weg als Einfassung dienen, z. B.Primeln, Aurikeln, Federröschen. x Von Zeit zu Zeit müssen dieauf dem Boden kriechenden Arten durch Abstechen zu vor-witzig in den Weg wachsender Triebe in ihre Schranken zurück-gewiesen werden. Das genaue Einhalten der Kantenlinien wirderleichtert, wenn man sie bei dem Bau des Weges durch ver-zinktes Eisenblech bezeichnet, welches etwa 3 cm über denWeg hinausragt, auf der Rückseite aber mit Erde hinterfüllt wird.Da, wo die Wege mit den von ihnen umschlossenen Beeten geo-metrisch regelmäßige Flächenzeichnung bilden, ist auch wohleine Einfassung aus totem Material, etwa durch Ton und Stein,

1 Es seien noch genannt von Stauden: Armeria maritima, Aubrietia graeca,Antennaria tomentosa, Campanula carpathica, Arabis alpina, Saxifraga caespi-tosa, Iberis sempervirens und im Nutzgarten: Erdbeeren, Schnittlauch, Sauer-ampfer; von Sommerblumen: Ageratum mexicanum nanum, Pyrethrum par-thenifolium aureum. Sanvitalia procumbens, Tagetes patula »Ehrenkreuz« undfür das Frühjahr Maßliebchen und Vergißmeinnicht.