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Der Hausgarten
Entstehung
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BESONNUNG DER FLÄCHEN

rechte Flächen. Der Grad der Besonnung eines Gartens mußbei der Anlage sehr ins Auge gefaßt werden, da anderenfallsdie Anpflanzungen dem Gartenbesitzer unangenehme Ent-täuschungen bereiten. Ein nach Süden abfallender Gartenbedarf z. B. reichlicher Bewässerung, sollen die darin gepflanz-ten Gewächse gedeihen. Andererseits werden am Nordab-hange viele Pflanzen nur wenig oder gar nicht zur Blüte ge-langen. In derselben Weise sind Hauswände, Mauern oder hoheBaumpflanzungen auf die Auswahl der zu pflanzenden Gewächsevon Einfluß. Eine der mancherlei Ursachen dafür, daß vielenLeuten ihre Gärten so wenig Freude machen, ist die Nichtbe-achtung der Wachstumsbedingungen der Gewächse bei ihrerAnpflanzung. Obstspaliere, Rosenbeete, Blumengruppen ge-deihen z. B. nicht im Schatten, während wiederum mancheimmergrüne Gehölze, welche leicht vom Frost im Frühjahre leiden,besser an einem Nordabhange gedeihen, als wenn sie in warmerSüdlage stehen, wo sie früh austreiben und dann den Nacht-frösten zum Opfer fallen.

Wie die Neigung des Geländes sowohl von praktischer wieästhetischer Bedeutung für den Garten war, so sind es in gleichemMaße die Hauswände, Mauern und anderen plastischen, schatten-werfenden Gegenstände, gleichviel ob sie dem Nachbargrund-stück angehören, oder ob sie sich auf dem eigenen Besitztumbefinden. In ästhetischer Beziehung muß man diese Objekte,wie alles, was die nächste Nachbarschaft oder auch die großeUmgebung bieten, daraufhin prüfen, ob ihr Anblick vom Gartenaus erwünscht ist oder nicht. Im ersteren Falle wird man be-strebt sein, sie von den günstigsten Standpunkten des Gartensaus zu zeigen, im anderen wird man versuchen, sie nach Mög-lichkeit dem Auge zu entziehen. Hohe Einfriedigungen und