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Der Hausgarten
Entstehung
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ARCHITEKTONISCHE, LANDSCHAFTLICHE GESTALTUNG 11

Abb. 3

mehr betätigen, kann säen, pflanzen und ernten, während derBesitzer eines Landschaftsgärtchens nur im Anschauen seinenGarten genießen kann.

Ich habe vorhin den alten Pfarrgarten als ein Beispiel fürden architektonisch gegliederten Hausgarten angeführt und wolltedamit der Ansicht entgegentreten, daß der »architektonische«Garten eine Einrichtung nach Art der französischen Gärten zurZeit Ludwigs XIV. sei, in welcher jeder ungezwungene Pflanzen-wuchs vermieden, jede scheinbare Zufälligkeitswirkung ausge-schlossen sei. Im Gegenteil macht gerade der Gegensatz desnatürlichen Pflanzenwuchses, wie er im Geäste der Sträucher, indem Rankenwerk der Schlingpflanzen, in dem Gewoge derBlätter und Blütenstände der Blumen vorhanden ist, zu demstraff architektonischen Aufbau der Wege und Plätze, derAlleen und Hecken, der Laubengänge und Einfriedigungen denbesonderen Reiz des Hausgartens aus. Deshalb sollte der natür-lichen Pflanzenzusammenstellung auch in einem Garten vonarchitektonischem Aufbau der denkbar breiteste Raum gewährtwerden.

Die eben aufgezählten Kontrastwirkungen stimmungsvoll ab-zuwägen, sollte eigentlich Sache des Hausherrn oder, noch