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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
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672 n. 1. Zur Geschichte der mark. Kammer- und Kassenverwaltung. [1687.

schritt, was nötig sein wird, anzuordnen befuget sein, auch denengesambten Münz- und Hüttenbedienten und Arbeitern, wann er dieWerke besuchet, wie auch sonst ohne Specialkommission zu befehlenhaben.

5) Zum fünften soll er die gesamte künftige Revenuen aller kur-fürstlichen Eisenwerke in dero Kur- und Mark Brandenburg, wie auchderer am Hartze einheben, von einem Werke dem andern zum bestendie Notdurft reichen und den Überschufs jährlich der kurfürstlichenSchatulle vermittelst richtiger Berechnung einliefern.

6) Und weil sechstens Sr. K. D. nicht unbekannt, dafs zum Be-trieb des zedenickschen hohen Ofens, woselbst noch zur Zeit nichtsanders als allerhand Kugeln und Granaten behuef dero Zeug- undMunitionhäuser, nicht aber geldbrmgendo Ware verfertiget werdenkann, jährlich in die 3000 Thaler, wann es, wie sichs gehöret, fort-gesetzet werden soll, erfordert werden, so wollen S. K. D. die Ver-fügung thun, dafs solche aus dero Kriegskassa monatlich nach Pro-portion, so viel es in den 10 Monaten, in welchen das Werk getriebenund verleget werden mufs, nämlich vom Januario an, bis zum Aus-gang Oktobris austraget, und zwar jeden Monat 300 Thlr. richtigerfolgen, auch damit von verwichenen Monat Januario wegen bereitsauf Kredit angeschafter Materialien an Kohlen und Eisenstein, derAnfang gemachet und solches ihme Wichmanshausen zu seiner Dis-position geliefert werden solle, damit solcher hoher Offen nutzbarlichgetrieben und alles in guter Ordnung erhalten werden möge. Solltenaber über Hoffen die Gelder zurückbleiben und monatlich nicht zurechter Zeit geliefert werden, so soll auch er, Wichmanshausen vor dendaraus entstehenden Schaden zu respondieren nicht gehalten sein.

Wann er nun diesem allen also, wie sichs gebühret, und Sr. K. D.Interesse es erfodert, nachkommen und dero Nutz und bestes empfind-lich befodern wird, so wollen höchstgedachte S. K. D. es umb ihn inGnaden erkennen, gestalt sie dann zu solchem Ende ihm nunmehrodas Prädikat dero würklichcn Amtskammersekretarii gnädigst kon-ferieret und beigeleget haben, ihn auch hiermit und kraft dieses zudero Ambtskammersekretario in Gnaden bestellen und annehmen undihm alle von solcher Charge dependierende Emolumenta und Präro-gativen geniefsen lassen wollen, jedoch, dafs er eigentlich nicht ge-halten sei, die vorfallende Hütten- und Münzsachen aufzusetzen undzu expedieren, sondern dafs solches von demjenigen, so selbige Arbeitbishero gethan, ferner verrichtet werden, er aber die Aufsicht derWerke ihm desto eiferiger und unbehindert angelegen sein lassen solle,wobei ihm jedoch die Freiheit gelassen wird, zu Sr. K. D. Nutz etwas