636 II. 1. Zur Geschichte der mark. Kammer- und Kassenverwaltung. [1638, 1643.
thänigst, wie sie es ferner in einein und dem andern zu halten gemeinet,und müssen wir bekennen, dafs E. K. D. Hoffstaat und die daraufangesetzte Kosten nicht zu hoch gegen vorigen gehaltenen kurfürst-lichen Hoffhaltungen sein, wann nur die Intraden nochmaln wie vor-hin erfolgen könnten, oder sich in andere Wege dazue Mittel erfindenlassen wollten. Und wir seind E. K. D. alle unterthänigste undgehorsambste Dienste zu erweisen, jederzeit so willig als schuldigthun dieselbe in den starken Schutz Gottes zue allem kurfürstlichenWollergehen getreulich befehlen.
62.Kurfürstliche Bestallung für Bernd von Arnim als Anitskammer-präsidenten. Dat. Kölln a. d. Spree, am ersten Sonntag Trinitatis[7. Juni] 1643.
Ungezeichnetes Konzept. R. 9. C. 1 b 1.
[Notwendigkeit seiner Ernennung. Über Aufenthalt im Hoflager.Funktionen in Kammer-, Rentei-, Zoll- und Ämtersachen. Hofhaltungs-angelegenheiten, insbesondere ltechnungssachen. llofrentei. Ämter.Andere Verpflichtungen. Besoldung. Gnadenversprechen. EventuelleEntlassung nach einer Probezeit.]
Von Gottes Gnaden wir Friederieh Wilhelm Markgraf zu Branden-burg (tit.) thun kund hiemit kegen männiglichen. Nachdem wir inErwägung genommen, dafs teils unsere zu hiesiger Ambtskaminer be-stallte Räte wegen der sonsten auf ihnen habenden Geschäfte undAmbts halber nicht zu jeder Zeit allhier in unsern Hoflager seinkönnen und dennoch täglich vielfältige Sachen, so zu expedieren nötigivorfallen, dieselbige sich auch noch von Tage zu Tage je mehr undmehr häufen und vermehren, welchergestalt wir der Notturft zu seinbefunden, vorgedachte unsere Ambtskammer noch mit einer Person,so derselben täglichen als Präsident und Rat beiwohnen möge, zuversehen und zu besetzen, und dannenhero mit dem festen unsermHaubtmann zu Lebus und Fürsten wähle, auch lieben und getreuenBerndt von Arnimb zue Löhme, alldieweil uns seine Qualitäten gnug-sam bekannt, von unsers nunmehr in Gott ruhenden Herrn VatersGnd. christmilder Gedächtnus er auch allbereits in angelegenen Ge-schäften zu dero gnädigsten Contents gebrauchet worden, handelnlassen, dafs er sich hiezu bestellen und annehmen Heise, welches erauch endlichen, ob er woll zu Anfang seine sonderbare Diffikultäten