610 L 2. Zur Geschichte der Centralkassen etc. [1702.
gewesen, in pleno vorgetragen, wobei er, der von Danckelman, dan,wan in speeie nichts an ihn weiter gebracht worden, acquiesziert,dafs ihm in speeie nun dieser Rechnung halber monita zugestelletwären, erinnerte er sich nicht, dafs aber, da sich eine grofse Animositätzwischen denen membris der Hoffkammer geäufsert, er sie sehrtam in collegio quam privatim zur Einigkeit, und dafs sie nur deneinzigen Zweck, nemblich Seiner Königlichen Majestät Dienst, beob-achten und dafs sie alles andere bei Seite setzen mögten, sämbtlichgebeten und ermahnet. Ihme wohne auch bei, dafs, da man überdes Krauten Rechnung in speeie sich beschweret, er sich deshalb aufder Hoffkammer eingefunden und, dafs ihme die wider seine Rechnunghabenden Beschwerden dargethan werden möchten, liegehret, aberzu seiner Verwunderung gefunden, dafs, in so viel ihm vorgezeigetworden, nichts, so ihm imputiert werden konnte, gefunden,welches die gegenwärtigen membra agnoszieret, der Hoffkammer-präsident Freiherr von Knyphausen es auch also jederzeit referierethätte, hätte also den Freiherrn von Knyphausen gebeten, sich ange-legen sein zu lassen, diese Sache sowoll wegen der gespürten Ani-mosität als auch wegen der monitorum zur Richtigkeit bringen zulassen, auch nicht andres gemeinet, als dafs es geschehen wäre, dafsalso seine darunter führende Intention gnugsam am Tage wäre, undwas in diesem Artikul von Nicht-Attendierung der Remonstration ent-halten, gänzlich wegfalle.
167.Waruinb er an Krauten, ehe er die Landrenteirechnungenabgeleget, eine königliche Generalquittung in Preufsen ver-schaffet und extradiert.Es wäre bei den Hofstaatsachen bekannt, welcherinafsen jederzeit,auch fast allezeit bei des höchstseligen Kurfürsten Friederich WilhelmDurchlaucht Zeiten, sich bei der Hoffstaatkassa ein stetiger Mangelund also auch bei Seiner Königlichen Majestät Regierung ereuget unddafs man die benötigte Mittel zu Führung des Hoffstaatswesens aufallerlei Mittel und Wege, wie man immer gekönnt, herbeibringenmüssen, dieweilen man aber dennoch nicht zureichende Mittel beischaffenkönnen und eine grofse Summe bei der Hoffstaatskasse ermangelt)welche aufgeschwollene Summe der Kammerrat Kraut anzuschaffenund nach suffizienter Versorgung damit ins künftige zu kontinuierensich anheischig gemacht, auch angewiesen, wie er ein grofses aus Ei"höhung der Arrenden im Magdeburgischen, Halberstattischen und an-deren königlichen Provinzen zu erhalten gedächte und dadurch dieKasse sowoll wegen der Restanten bei der Hoffstaatskassa, als au« 1