287mitteln, und den Staat auf seine wahre Grund-lage zurückzuführen, fehlte nun noch, ihn inund eigensüchtigsten Menschen so leicht verleitetwerden können, sich für die Auserwählten desUnendlichen zu halten, ohne auch nur auf den Ge-danken zu kommen, vor allem die Bosheit ihresHerzens bekämpfen, und aus der Tiefe ihrer Le-bensverkehrtheit hervortretten zu müssen.Immittels kann ich denn doch nicht umhin, dieempfundene Mißbilligung über den persistirendenTon an Tag zu legen, worin R. gerade da ab-schweift, wo er das Wesentlich=vortrefliche derchristlichen Lehre, und den großen Einfluß hättezeigen können, den sie auf die häusliche und bür-gerliche Bildung zuverläßig haben würde, wennsie dem Zwecke des göttlichen Stifters gemäß aufdie innerliche Besserung des Menſchen angelegent-licher angewandt würde. R. scheint mir, hat dieVorstellungsart einiger pietistischer Schwärmer mitdem Begriffe des Urchristenthums ungewahrsamverwechselt, welches er doch vorher mit rührenderWärme der Empfindung bezeichnet hatte. Anderskann ich mir nicht erklären, wie er sich so sehrhat verirren können, etwas gesellschaftwidriges, undgar etwas Knechtschaftbeförderliches in einer Religionzu finden, deren Lehre überall die Beobachtung desSittengesetzes (als die erste Bedingung des gött-lichen Wohlgefallens) anempfiehlt, und mit Ver-werfung der knechtischen, lohn= und frohnsuchendenDenkungsart, nur denen das Reich Gottes zuer-kennt, die reinen Herzens sind, und durch ihren
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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287
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