285einen Fürsten, der etwas weiter sieht, veran-lassen, sie alsobald zu verlassen. (rrr)(xxx) Es kommen in diesem Abschnitte hier und darednerische Uebertreibungen, auch einige bittereund harte Züge vor, welche einzeln zu beleuchten,ich absichtlich mich enthalten habe, einestheils:weil ich es zweckwidrig finde, die Argsichtigkeit blö-der Augen dadurch noch mehr zu reizen, ohne ihrdoch die gehörige Richtung auf's Ganze geben zukönnen; und anderntheils: weil ich gewiß bin, daßguidenkende und unterrichtete Leser sich nicht sehrdurch einzelne Ausdrücke stören lassen, sondern Mey-nungen von Gesinnungen zu unterscheiden, und denEifer für Wahrheit, selbst im Irrthume, noch zuschätzen wissen. Freylich wird diese Nachgiebigkeiteinigen Zeloten nicht sehr gefallen: aber wer könntesich ohnehin Hoffnung machen, es diesen durchnoch so große Mäßigung im Ausdrucke und Ur-theil jemals recht zu machen, oder sie zu besänfti-gen, und zu belehren, wenn man die Wahrheitnicht ganz verläugnen, die Absicht nicht ganz un-terdrücken kann, das Streben nach Vernunftunter-suchung, in einer so wichtigen Sache der Mensch-heit lieber befördern, als erflicken zu wollen?Die aufrichtigsten Verehrer der Religion, sindunstreitig diejenigen, welche die Nothwendigkeit einersolchen Untersuchung einsehen, und anstatt mit ver-meyntlichem Wissen religiöser Dinge den Kopfhöher zu tragen, das Bedürfniß einer auf die in-nere Wahrnehmung ihrer Gesinnung, und auf dieBeweggründe ihres Willens unabläßig gerichteten
Druckschrift
Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
Entstehung
Seite
285
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten