261möglichste Einheit darin, und in diesem Betrachtewar sie unverbesserlich. Als aber die Araber einblühendes, gelehrtes, verfeinertes, weichlichesund feigherziges Volk geworden: wurden sie vonBarbaren unterjocht, und die Trennung zwischender weltlichen und kirchlichen Gewalt ward wie-derum sichtbar. Zwar ist sie es bey den Maho-wetanern nicht so sehr, wie bey den Christen;doch hört sie, besonders in der Sekte des. Aly,und in einigen Staaten (z. B. in Perſien) nichtauf, sich zu äußern..In neuern Zeiten haben die Könige vonEngland, auch die Czare, sich in ihren Staatenzu Oberhäuptern der Kirche erhoben. Allein esist dies wohl nur ein Titel, wodurch sie eigent-lich keine Obern, sondern nur Beamte der Kirchegeworden sind. Sie haben blos das Recht er-halten, die Kirche zu beschützen, nicht aber dieKirche umzuaͤndern; sie haben keine gesetzgeben-de, sondern nur vollziehende Gewalt in derselben.Ueberall, wo die Priesterschaft einen eigenenist sie Herr und MeisterStand ausmacht (*,—) Im Grunde sind es nicht sowohl die förmlichenZusammenkünfte, sondern es ist die Gemeinschaftder Kirche, was den Stand der Geistlichkeit bil-det. Diese Gemeinschaft und der Bannfluchsind gleichsam der Urvertrag der Priesterzunft, ver-mittelst wessen sie über die Völker und Könige
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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267
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