263sprachen. Freylich sahen sie die Götter der Ca-naaniter für ungültige an, weil dies in ihrenAugen geächtete, der Vertilgung preißgegebeneVölker waren, deren Wohnsitze sie einnehmensollten; aber von den Göttern der angränzendenVoͤlker, welche sie nicht bekriegen durften, hat-ten sie eine andere Meynung. „Besitzt ihr nichtmit vollem Rechte, sagte Jephta zu den Am-monitern, was eurem Gotte Chamos gehört?Wir besitzen mit demselben Rechte die Länder,ccdie unser siegreicher Gott sich unterworfen hat.Dieß war, dünkt mich, eine sehr deutliche An-erkennung der Gleichheit der Rechte des GottesChamos, und des Gottes von Israel.Als aber die Juden, nachdem sie den Ba-bylonischen, und späterhin den Syrischen Kö-nigen unterwürfig geworden, hartnäckig dabeyblieben, keinen Gott, außer dem ihrigen, an-erkennen zu wollen: so ward diese Weigerungeiner Empörung gegen den Ueberwinder gleich-geachtet, und zog ihnen alle die Verfolgungenzu, wovon man vor dem Christenthum keinanderes Beyspiel in der Geschichte findet ((*) Es ist außer Zweifel, daß der Krieg der Photier,den man den heiligen nennt, nichtsweniger, alsein Religionskrieg gewesen. Der Zweck desselbenwar, Heiligthumsschänder zu bestrafen; nicht aberUnglaubige zu bekehren. J. G. Eichhorn Weltge-schichte I. Th. S. 257.
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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