262Chamos, oder der Baal der Phönizier, der Zeus derGriechen, und der Jupiter der Lateiner, mög-licher Weise ein und derselbe Gott gewesen wären!als wenn bloßen Ideenwesen, von so verschiede-ner Benennung, noch gemeinschaftliche Züge hät-7.ten übrig bleiben können! —Die Frage, warum es im Heidenthum, wojedes Volk seinen eignen Cultus, und seine eigneGottheiten hatte, doch gar keine Religions-kriege gegeben? beantwortet sich dadurch, weilbey jedem Volke der Cultus auch zugleich dieRegierungsverfassung, und also kein Unterschiedzwischen den Göttern, und den Gesetzen war.Die politischen Kriege waren zugleich religiöse,und die Gebiete der Götter gleichsam nach denAbgränzungen der Völker abgesteckt. Der Gottdes einen Volkes hatte kein Recht über die an-dern. Die heidnischen Gottheiten waren so ei-fersüchtig nicht; sie hatten die Herrschaft derWelt stückweise unter ihnen getheilt. Auch Mo-ses, und die Hebräer giengen von dieser Vor-stellungsart aus, wenn sie vom Gott' Israels41..###„gen sind, so haben sie unter sich Aehnlichkeit, aber„das Oertliche, auf das sie sich beziehen, der Cha-„rakter der Nation, unter der sie erfunden sind,1„und die eigene Vorstellungsart des Erfinders, sind„so viele Besonderheiten, daß es fehlerhaft ist,„auf gleiche Weise zu erklären.“
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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262
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