261göttlich seyn;“ und sie hatten so Unrecht nicht.Es gehört in der That eine große Umwande-lung in den Gefühlen und Begriffen dazu, ſichzu entschließen, einen seines Gleichen zum Ge-bieter zu nehmen, und sich einzubilden, daß mansich wohl dabey befinden werde.Man zählte also, weil ein jedes Volk einenGott an seiner Spitze hatte, so viele Götter, alses Völker gab. Zwey Völker, die einanderfremde, und meistens feindseelig gesinnt waren;konnten nicht lange Einem Gebieter gehorchen;so wie zwey Armeen, die sich bekämpfen, un-möglich einem Anführer gehorchen können:daraus läßt sich erklären, wie aus den Zwistender Nationen die Vielgötterey entstanden, undaus dieser die priesterliche und die bürgerlicheUnduldsamkeit, welche, wie ich unten zeigenwerde, von einerley Gattung sind.Die Einbildung der Griechen, bey den wil-den Völkern ihre eignen Götter wieder zu fin-den, kam daher, weil sie sich als die natürli-chen Beherrſcher dieſer Voͤlker betrachteten. Aberin unsern Zeiten ist es wohl eine sehr überflüs-sige Gelehrsamkeit, die Aehnlichkeiten der Göt-ter verschiedener Völkerschaften erforschen zuwollen (PPP); als wenn Moloch, Saturn, und(PPP) „Da sie sämtlich,“ bemerkt Remer a. a. O. S.135. sehr richtig, „anthropomorphische Vorstellun-
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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