252fahr von solcher Art, daß die Zurüstung derGesetze daran scheitern, und selbst ein Hindernißder Rettung seyn würde: alsdenn wird einhöchstes Oberhaupt ernannt, vor welchem alleGesetze schweigen, und selbst die höchste Gewalteine Zeitlang verschwinden muß. In solcher Lageſpricht ꝺer allgemeine Wille laut von ſelbſt.Denn offenbar ist die Absicht des Volkes vor allenDingen, daß der Staat nicht untergehe. Durchden einsweiligen Stillestand wird also die ge-setzgebende Gewalt nichts weniger, als ausge-löscht. Der Angestellte, der sie zum Schweigenbringt, darf sie nicht sprechen lassen; er gebietetüber sie, ohne sie vertreten zu können; er kannalles, nur keine Gesetze verfügen.Die erste dieser Hülfsmaaßregeln ergriff derrömische Senat, so oft er durch die feyerlicheFormel (Sallust. Cat. XXIX) den Consulen auf-trug, für das Heil der Republik zu wachen.Die andere hatte Statt, so oft einer derbeyden Consulen einen Dictator erwählte (*)Ein Gebrauch, wovon Alba den Römern daserste Beyspiel gegeben hatte.In den erſten Zeiten der Republik wurde ſehroft zur Dictatur Zuflucht genommen. Die(*) Dies geschah in der Nacht, und im Verborgenen,gleichsam, als ob man Scheu gehabt hätte, einenMenschen über die Gesetze zu erheben.
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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252
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