229Art iſt, und Rom ihr die Erhaltung ſeinerSitten sowohl, als die Vergrößerung seiner Machthauptsächlich zu danken hatte. Man sollte glau-ben, die städtischen Tribus würden sich bald eineObermacht, und einen gewissen Vorrang angemaßt,und dadurch die ländlichen Tribus herunter zusetzen gesucht haben; es erfolgte gerade das Ge-gentheil. Man weiß, wie sehr die vornehmstenRömer das Landleben liebten. Diesen Geschmackhatte ihnen ihr weiser Stifter eingefloͤßt, derden Ackerbau, und die Uebungen des Kriegs soinnig zu vereinigen wußte, und dadurch dieKünste und Gewerbe, Reichthum, Falschheit,und Sklavensinn gleichsam auf immer in die Stadtverbannete.Dadurch nun, daß alles, was in Rom Vor-nehmes war, auf dem Lande lebte, und denAcker bauete, gewöhnte man sich, eben von da-her die Stützen der Republik zu suchen. DerStand des Landbauers, wozu die würdigstenPatrizier gehörten, wurde allgemein verehrt.Das einfache, arbeitsame Leben der Feldbewohnerwurde dem müßigen, verweichlichten Leben derStadtbewohner vorgezogen; und mancher, derin der Stadt nur ein unbedeutender Proletairgewesen wäre, wurde als Landbauer ein ge-schätzter Bürger. „Licht ohne Ursache haben„unsere großherzigen Vorväter, sagte Varro, die
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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229
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