211die ein verschmitzter Betrüger, ein einschmeicheln-der Schwätzer etwa einem Pöbel von Paris, oderLondon noch aufheften könnte. Sie begreifennicht, daß Berner Bürger einen Cromwell wahr-ſcheinlich in's Narren⸗, und Genfer einen Herzogvon Beaufort in's Zuchthaus gesperrt hätten.Freylich aber, wenn der Bürgerverein zu er-schlaffen, der Gemeingeist zu erkalten, wenn Pri-vatabſichten, und kleinere Verbindungen Einflußüber die großen zu gewinnen anfangen; dann istder öffentliche Zweck ſchon verſchoben, und findetWidersacher, und es herrscht in den Stimmenkeine Einmüthigkeit mehr; dann ist der allgemeineWille schon nicht mehr der Wille Aller; es er-heben sich Einsprüche und Wortgefechte, unddie weiseste Beschließung geht nicht mehr durch;ohne bestritten zu werden.Kommt es endlich so weit, daß der Staat,einer allgemeinen Auflösung nahe, nur durch dasleere Blendwerk einer äußern Form noch besteht,daß, weil die gesellschaftlichen Bande in allen Her-zen zerrissen, niederträchtige Habsucht mit scham-loser Stirne den heiligen Namen des öffentlichenWohles zu entweihen wagt: — dann verstummtder allgemeine Wille völlig; dann stimmen dieBürger, von geheimen Beweggründen gemißlei-tet, so unbürgerlich, als wäre niemals ein Staatgewesen, und unter dem Scheinnamen der Ge-O 2
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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211
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