196Himmel; es war nichts weniger, als gewerbsüchtig; seine Feld= und Handarbeiten wurden vonSklaven bestellt; sein großes Tagewerk war dieFreyheit. Da solche günstigen Umstände nirgendmehr zusammentreffen; wie können da noch die-selben Rechte behauptet werden? Unser rauhe-res Clima vergrößert das Heer unserer Bedürfnisse (*); sechs Monate im Jahr hindurch ist aufunsern öffentlichen Plätzen kein Bleiben; unseredumpferen Sprachen lassen unter freyem Himmelsich kaum vernehmlich machen; unser Gewerbeliegt uns näher am Herzen, als unsere Freyheit;Sklaverey ist lange uns so schrecklich nicht, alsArmuth.Wie aber? Die Freyheit ſollte nur mit Hülſeder Knechtschaft zu erhalten seyn? Es scheint so;die äußersten Cadpuncte berühren einander. Al-les, was der Absicht der Natur nicht entspricht,hat seine eigene Unschicklichkeiten; die bürgerlicheGesellschaft aber mehr, als alles andere. Daentstehen solche unselige Lagen, daß man die(*) Führt man in kalten Erdgegenden vollends denLuxus und die Weichlichkeit der Morgenländer ein-so scheint wohl, daß man geflissentlich ihre Fesselnanlegen, und sich noch andringlicher, als jene,darunter beugen will.
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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196
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