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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
Entstehung
Seite
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172det, und zu Grunde gerichtet wird, unfehlbardie schlechteste. Politische Rechnungskünstler! dasist also eure Sache: Rechnet, Messet und Ver-gleicher (*)!(*) Nach diesem Grundsatze sollte man überhaupt dieVerdienste der Jahrhunderte um die Beglückung desMenschengeschlechtes würdigen. Man hat nur zusehr die Zeitalter bewundert, worin man Künsteund Wissenschaften blühen sah, ohne den verborge-nen Grund ihres Flores zu ahnden, und die trau-rigen Folgen desselben zu durchblicken;und die Un-erfahrnen nannten es veredelte Menschheit, wasein Zubehör der Knechtschaft war. (Tacit. Vit.Agr. 21.) Wird man denn niemals hinter denLobpreißungen der Schriftsteller den groben Eigen-nutz wahrnehmen, der sie so redseelig macht? Mö-gen sie lobpreißen, so viel sie wollen: Wenn, mit-ten in seinem Glanze ein Volk sich entvölkert; soist es nicht wahr, daß alles wohl gehe, und es istnicht genug, daß ein Dichter jährliche hunderttau-send ziehe, um das seinige die Krone aller Jahr-hunderte zu nennen. Nicht sowohl die anscheinen-de Ruhe an den Höfen der Großen, sondern derWohlstand des ganzen Volkes, besonders der zahl-reichsten Stände, muß dabey in Betracht kommen.Oft werden große Landesstrecken durch Hagelschlagverwüstet; aber es folgt selten darauf eine Theu-rung. So kommen durch Meuterey und Bürger-kriege auch die Gewalthaber oft in großes Gedrän-ge; aber darin besteht das wahre Elend der Völkernicht. Das Volk kann sich manchmal erholen,