143Menschen. Dies ist es, was man einen Monarch,oder König nennt.Ganz im entgegengesetzten Geiste der übrigenRegierungsformen, wo ein aus Mehreren beste-hendes Wesen eine Einheit vorstellt, stellt hierdie Einheit eine Gesammtheit vor. Die mora-lische Einheit, die einer jeden Obrigkeit zumGrunde liegt, ist hier zugleich eine physische, inwelcher alle jene Eigenſchaften, die das Geſetzmit so großer Kunst in jener zu vereinigen sucht,sich schon von Natur vereiniget finden.Der Wille des Volkes, und der Wille derObrigkeit, die öffentliche Kraft des Staates, unddie besondere der Regierung — alles trifft alsohier in einem Triebwerke zusammen; alle Fe-dern der Maschinen sind in einer bewegendenHand; alles arbeitet auf einen Zweck; es sindnirgends widerstrebende Bewegungen, die einan-der zerstören. Unmöglich läßt sich eine Verfas-sung erdenken, worin mit geringerem Kraftauf-wande eine größere Wirkung hervorgebracht wer-den könnte. Unter dem Bilde eines Archimed,der ruhig am Geſtade und ohne Muͤhe ein großesSchiff uͤber die Fluthen des Meeres zieht — stelleich mir einen erleuchteten Monarchen vor, dervon seinem Cabinette aus seine unermeßlichenStaaten regiert, und Alles in Bewegung setzt,während er selbst unbeweglich scheint.
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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143
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