113zelne hingegen, in der Eigenschaft eines Unter-gebenen, kommt für sich, als Individuum, inBetrachtung. Die höchste Gewalt verhält sichalso zu jedem Untergebenen: wie zehntausendzu Einem. Das heißt, jedes Mitglied desStaates hat für seinen Antheil nur einen zehn-tausendsten Theil an der höchsten Gewalt, ob-gleich es derselben ganz unterworfen ist. Ge-setzt nun, ein Volk bestehe aus hunderttausendMenschen; so ändert dies den Zustand der Ein-zelnen, als Untergebenen nicht, sondern jederbleibt den Gesetzen eben so ganz unterwürfigobgleich seine Beystimmung nun auf einen hun-derttausendsten Theil heruntergebracht, von zehn-mal geringerm Einflusse auf die Abfassung derGesetze geworden. Während also das eine deräußern Glieder immer nur eine Einheit bleibt,nimmt das Verhältniß des andern mit der ver-mehrten Anzahl der Bürger zu; ein Beweis,daß die Freyheit sich vermindert, jemehr derStaat sich vergrößert.Das Verhältniß nimmt zu, bedeutet hierso viel, als es entfernt sich von der Gleichheit.Nämlich, je größer das Verhältniß in mathema-tischer Bedeutung ist, wo es nach der Größeder Zahlen betrachtet, durch den Exponenten be-rechnet wird: desto geringer ist es in der vor-liegenden Bedeutung, wo es nach der Identität
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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118
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