103noch arm, sich durch sich selbst genug ist; einVolk endlich, das die innere Haltbarkeit eineslange bestehenden mit der Unverdorbenheit einesneu entstandenen Volkes in sich vereinigt. Nichtsowohl was anzuordnen, sondern was wegzuord-nen ist, macht die Vollführung einer Gesetzge-bung so schwer; und die Unmöglichkeit, die Ein-falt der Natur mit den Bedürfnissen des gesel-gen Lebens in Verträglichkeit zu bringen, machtden guten Erfolg so selten. Es ist wahr, obigeBedingungen werden schwerlich alle zusammen-treffen; aber es sind auch nicht viele Staaten,die eine gute Verfassung haben.Mich däucht, es ist noch ein Land in Europa,das einer guten Gesetzgebung empfänglich wäre;ich meyne Corsika. Der Heldensinn, der beharr-liche Muth, womit dieſes tapfere Volk ſeine Frey-heit zu erkämpfen und zu vertheidigen gewußthat, verdienten wohl, daß irgend ein WeltweiserMitte des Mexikanischen Reiches gelegene, FreystaatThlascala faßte den Entschluß, lieber des Salzesganz zu entbehren, als es von den Mexikanern zukaufen, oder auch nur geschenkt anzunehmen. DenFührern dieses Volkes entgieng die Fallgrube nicht,die unter solcher Freygebigkeit verborgen lag. Sieerhielten die Freyheit des Volkes, und dieser kleineSagt wurde am Ende ſogar ein Werkzeug zurUmstürzung des großen Reiches, das ihn umgab.
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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103
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