99ein ungewisses und vorübergehendes Daseyn.Kämpft es sich hervor, so verändert es seineLage; zieht es den kürzern, so entschwindet esvon der Bühne. Es kann nur durch Unbedeut-samkeit, oder durch Größe seine Freyheit be-haupten.In Ansehung der Hinlänglichkeit einer ge-wissen Landesstrecke zu einer gewissen Menschen-zahl läßt sich nicht wohl ein arithmetisches Ver-hältniß festsetzen. Die Beschaffenheit des Bodens,die Höhe feiner Ergiebigkeit, die Güte der Er-zeugnisse, der Einfluß des Himmelsstriches, allesdieses ist so verschieden, als das Ursprüngliche inden Anlagen der Einwohner. Es giebt frucht-bare Länder, wo die Menschen wenig — undunfruchtbare, wo sie viel verzehren. Auch diegrößere, oder geringere Fruchtbarkeit der Wei-ber, überhaupt alles, was in einem Lande derBevölkerung mehr oder weniger beförderlichscheint, selbst sogar die Menge, muß in An-schlag kommen, welche durch Einrichtungen an-scheinlich noch zu gewinnen ist; so, daß ein Gesetz-geber die Ueberlegung seiner Anstalten nicht so-wohl auf das, was er vor Augen sieht, sondernvielmehr auf das, was er im Geiste vorsieht,gründen, und nicht sowohl auf den gegenwär-gen Zustand der Bevölkerung, als vielmehr aufden möglichen, den sie der Naturanlage gemäßG 2
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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99
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