70an, daß die Laster bald keiner mehr bedürfenwerden, und ein jeder sieht, wo dies hinführt...aber ich fühle, mein Inneres empört sich, undhält meine Feder zurück. Mag der Gerechtere,der niemals gefehlt, niemals selbst der Gnadebedürft hat, das Obige einer tiefern Prüfungunterziehen.VI.Das Gesetz.Durch den Staatsbürgervertrag hat der poli-tische Körper, wie wir bemerkt haben, seinDaseyn und Leben erhalten. Dadurch ist aberfür seine Erhaltung noch nicht gesorgt; diesgeschieht erst durch die Gesetzgebung, wodurch erBewegung und Gemeingeist erhält.Das Gute und der Ordnung Gemäße ist,unabhängig von menschlichen Anordnungen, diesschon an und durch sich selbst. Die Ordnungund Gerechtigkeit rührt von Gott her; dieser istdie Urquelle davon. Wenn wir sie aber zunächstvon daher unter uns einführen könnten, hättenwir weder Obrigkeiten, noch Gesetze vonnöthen.Unstreitig giebt es eine innere, und allgemeine,in der Vernunft gegründete Gerechtigkeit: alleinwenn die Gerechtigkeit für uns hinreichen soll,muß sie wechselseitig seyn. Denn menschlicher
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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
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