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Ueber den Staatsbürgervertrag oder Grundsätze des öffentlichen Rechtes
Entstehung
Seite
17
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17Seiner Freyheit entsagen, heißt geradezu:seiner Menschheit, seiner Empfänglichkeit fürmenschliche Rechte, ja selbst seinen Pflichten ent-sagen. Für einen, der allem entsagt hat, giebtes keine Entschädigung mehr. Eine solche Ent-sagung ist mit der Natur des Menschen unver-einbar. Denn es ist einerley, seinem Willenalle Freyheit, oder seinen Handlungen alle Sitt-lichkeit benehmen. Kurz, es ist ein nichtigerund widersprechender Vertrag (k), worinn aufder einen Seite unumschränkte Herrschaft, undauf der andern unbegränzter Gehorsam verspro-chen wird. Wer sieht nicht, daß man demjenigenNichts schuldig ist, von dem man Alles forderndarf? Hebt diese Bedingung: ohne Gegenersatz,ohne Vergütung Alles zu fordern nicht schonden Vertrag auf? Denn was für ein Rechtkönnte mein Sklave noch gegen mich haben, dermit allem, was er hat, mir angehört? Da seineRechte die meinigen sind: so müßte dies meineigenes Recht gegen mich selbst seyn; ein Wortdas gar keinen Sinn hat.(1)Durch einen Vertrag kann sich niemand zu einersolchen Abhängigkeit verbinden, wodurch er aufhört,eine Person zu seyn; denn nur als Person kanner einen Vertrag machen." Kant...B