VI
DIE BEWAHRUNG
DER GEFÄHRTE
iVleister, welch wunder in der einsamkeit:
Ein Steinbild an der biege unsres weges
Mit einem antlitz das dem deinen gleicht!
Meister blick hin! Das bildwerk lebt und zerrt
Das ebenmaass der züge deiner züge
Widrig zur fratze wie zu spott und höhn —
O ekles Schauspiel wie es würgt und schmunzelt!
O schäm verletzten adels feigster höhn!
Lass michs zerschmettern mit dem feuerstein.
DER WANDRER
Still, es will reden, drum sein tiefes gurgeln:
Sein eimer kommt gefüllt mit schwerem schlämm.
DAS STEINBILD
Heilsucher bleibt! Es lohnt kein weg: räum istIm punkt, im stumpf das all, eins ist auch vielUnd alles eins. Denn leib vergeht und seeleVergeht, sein selbst vergeht, es gehn im kreisDie weiten auf- und Untergänge. DauerIst trug im ring des Scheins und liebe frevel,Schatten — ihr wisst — der quell des lichtes. TäuschungUnd tausch sind sinn und leben: findet frieden
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