II
DIE ERWECKUNG
STE. ERNELLE
Ochon lange, fremdling, folg ich deinen schrittenDu kamst im gange derer die verehrenZu meines wassers steingefassten quellen— Die schale hier für menschen, für die tiereDes feldes dort den trog — doch trankst du nichtUnd netztest nur am klaren spund die äugen,Dann gingst du auf den hügel wo die kleineKapelle mein verblichnes bildnis birgt,Erwiesest ihm den heiligen gruss und schrittestVersonnen durch den hain in dem die pilgerNach langer wandrung froh zu ruhen pflegten.Nun kehrtest du zurück nachdem du langIns land geblickt und schaust mich an — nie sah ichEin antlitz so voll stolz und gram, voll schmerzUnd kraft zugleich: du trägst auf festen säulenDes kinns das stirngewölbe deiner träume,Den zarten die um deine wangen spielenBefiehlt dein strenger mund dein härtres äuge,Fast wehrt der locken wucht dem wind sein spiel.Nur hirt und bauern kommen sonst zu trankUnd tränke, selten eine bange mutterDer nahen Stadt, des kindes kranke äugenIm quell zu kühlen.. Du kamst — nicht um durstNoch heilung — wie einst wandrer heilige StättenBesuchten um mit gort zu reden oder andreWallfahrend ein gelübde zu erfüllen:
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