III
HEILIGE HEIRAT
DER WANDRER
Ich komm zu dir den längsten weg: mit blumenSäumt ich die spuren deiner füsse, trugAuf liedern deinen atem durch die himmelUnd frachtete den silberkahn der nachtMit meiner Sehnsucht träumen, deinem lobe.Da schwoll gesang um dich und ein geleitVon holden knaben trotzigen männern jauchztDurch deine täler wort und träum, es schwingenAls soviel arme von gezweig und schlingkrautDie pfade meine lieder dich zu fangen,Doch du entrinnst mir stets — Nun zwing ich dichIm seligen torweg dessen ein- und ausgangIm abgrund münden: du entrinnst mir nicht!Und zitterst du vor männlich nahem rasenWenn ich den blumigen schleier bebend löse,O fürchte nicht die neugier der entmanntenDie ihn zerfetzend dich zu finden wähnten:Der minner deckt mit leib und kuss dich zuErforscht nicht grausam die entblösste schöne.Es ist die stunde zwischen nacht und tag:Beim aufgang schwillt die woge meiner kräfteDen ersten strahl zu grüssen und vom erstenBerührt das zeugerische licht ins meerDer lust zu tragen. Denn vom grünen dämmer
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