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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
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stufenweis über einender sich erheben; nqch dieser dreifachenThätigkeit hat er auch selbst drei über und in einander liegendePotenzen und demgemäß dreierlei Namen. Als die Quelledes ersten Gedankenbildcns heißt er das Begriffsvermö-gen, auf der höheren und mittleren Stufe des Erzeugens undSchaffens wird er die Urtheilskraft genannt, in seinerhöchsten Funktion endlich, als das Vermögen zu schließen,nennt nian ihn die Vernunft, die somit kein von allen an-dern Fähigkeiten des Menschen getrenntes Vermögen, son-dern die höchste Potenz des Verstandes ist, mit dem sie auchim weiteren Sinne des Wortes in cinS zusammenfällt.Alle drei Stufen aber sind nicht etwa verschiedene Kräfteoder Faktoren des geistigen Lebens, sondern sie sind nur diemanchfaltigen Ausserungsweisen, die verschiedenen Manifesta-tionen einer und derselben Kraft, die nicht mehr thcilbar ist.

Jmmanuel Kant, nach Leibniz der größte deutscheDenker, der in den Siebenziger- und Achizigerjahren desvorigen Säkulums zu Königsberg in Preußen gelehrt, pflegteoft zu sagen, daß er nichts in der Welt so sehr bewundere,als den gestirnten Himmel und den freien Willen des Men-schen. Aber auch die Vernunft, dieS herrliche Geschenk derVorsehung, ist eine bewundernswerthe Fähigkeit, und ebensowie der freie Wille unbegreifl ch. Und wie sie der Mensch vondem ewig unerforschlichen Wesen bekommen hat, so führt sieihn auch wieder zu ihm zurük; sie ist ein sicherer Leitstern zurErkenntniß des Größten und Heiligsten, was dem Menschenzu erfassen vergönnt ist, zur Idee des Weltganzen, der Un-sterblichkeit, der Gottheit und damit auch zu den Ideen desWahren, Schönen und Guten. Wir heben uns nämlich zudiesen übersinnlichen Objekten vom Niedern und Wahrnehm-baren stufenweis durch lauter Vernunftschlüße empor und er-kennen sie dadurch. Weil aber dies Erkennen des Unendlichennicht möglich wäre, wenn die Vorstellungen dieser erhabnen,unendlichen Gegenstände, die Ideen, nicht in der Vernunftselbst schon als Keime verborgen lägen; so ist die Vernunft