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dern, die sie hören, überzeugt. Endlich sprach ein Vierter:ein Schluß wird richtig sein, wenn das im ersten Urthdil aus-gesprochene Verhältnis eines Dinges wirklich besteht, dasim Endurtheil ausgcdrükte aber wirklich und in der That dieFolge von dem im ersten Saze angegebenen ist. Noema ,winkte ihm beifällig und sezte hinzu: Es werden also zur !Richtigkeit einer Folgerung zwei Stuke erfodert. Zuerst näm-lich müßen die Vvraussezungen, die Prämissen wahr sein;fürs zweite aber muß der Schlußsaz folgerichtig oder konse-quent aus den Vordersäzen fließen. Falsch dagegen oderirrig werden wir einen Schluß nennen, wenn entweder dieVoraussendungen aus der Luft gegriffen sind, oder aber dasEndurtheil nicht die Folge von dem in den Vordersäzen aus- sgesprochenen Verhältnis ist. Wenn Einer von euch z. B. sa-gen wollte: Bei viel Arbeit und Mühe ohne Besiz und Ver-mögen kann der Mensch nicht glüklich sein; also muß ichtrachten ein einträgliches Amt zu erlangen, etwa so einehalbe Sinecure, die keine großen Federungen an mich stellt; —so ist dieser Schluß ein großer Jrrthum, weil die Prämisseoder der Vordersaz ein falsches und verderbliches Vorurtheil Iist. Oder wenn Jemand auf der Straße ruft: »Siehe dadie Bevölkerung unserer Stadt auf öffentlichem Plaze ver-sammelt, sie werden da ein großes Fest feiern,» — so istdies sehr leicht ein irriger Schluß, weil die Versammlung wol !auch andere Zweke und somit andere Folgen haben kann alsdie Begehung eines Festes.
Hier muß ich euch, meine Freunde! erinnern, daß mansehr oft in Wissenschaft und Leben vom Dasein einer Erschei-nung, betrachtet als eine Wirkung, auf das Dasein ihrer Ur- >sache zu schließen pflegt. Dies kann jedoch nur dann mit Si-cherheit unternommen werden, wenn das vorliegende Fänomennur eine einzige bestimmte Ursache hat. Gibt es aber fürirgend eine Veränderung in der Natur oder am Menschender Ursachen mehre, so ist der Schlußsaz nicht immer dieConsequenz des Grund- oder VordersazcS. Höre ich z. B. von