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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
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Operationen des menschlichen Geistes hat. Sowie nämlichder Begriffsbildung ein Erkennen durch die Sinne vorangeht,so beginnt auch unser Urtheilen mit der Wahrnehmung; denndie Urtheilsgabe des Menschen ist eben wieder, wie der Ver-stand überhaupt, in dem Sinne oder Wahrnehmungsvermö-gen eingeschloßen und von diesem in Hinsicht des Mate-rials zu ihren manchfaltigen Bildungen, d. i.inHinsicht derObjekte, deren Verhältnis wir nach den zwölf erklärten For-men bestimmen sollen, abhängig. Und zwar sind es die Ge-genstände unserer äußere» Sinne, die da zumeist als Unterlageunserer Bemerkungen, Äusserungen und Aussagen dienen. Des-halb werden wol die allermeisten Urtheile der Menschen, diesich größtentheils im gewöhnlichen Leben Herumtreiben, überäußerlich wahrnehmbare, anschauliche Gegenstände gefällt,weit seltener und nur im Geiste der Filosofen, d. i. der wei-sen Staatsmänner, der gerechten Richter, der scharfsinni-gen und klugen Ärzte, der gelehrten und fleißig forschendenFisiker, der tief denkenden Mathematiker, sind vornehmlichdie Bestimmungen des Verhaltens idealer, blos denkbareroder mit dem Verstand erfaßbarer Dinge zu finden. ZumSchlüße endlich unserer Betrachtung lenke ich eure Aufmerk-samkeit noch auf die Beziehung des Urtheilens zur erstenund dritten Operation des Verstandes, und da werdet ihrvielleicht selbst schon bemerkt haben, daß das Urtheilen diereichste Quelle einer besonnenen Begriffsbildung ist. Dennwenn wir mehre Gegenstände unserer Wahrnehmung von ein-ander unterscheiden und hierauf ihre gemeinsamen Merkmaleherausheben, so sagen wir beständig zu uns selbst oderwol auch zugleich zu Andern z. B. Der Baum hat nur einenStamm; die Staude einen Strunk, das Gras einen Halm;all diese Objekte aber sind Pflanzen. Und so ist auch derProgressive Gang der Begriffsformation ein fortgeseztes Be-stimmen gewißer Verhältniße. Anderseits aber künde icheuch, meine Freunde! was ihr noch nicht wissen könnt, daßauch die dritte Funktion deS Denkvermögens, an deren