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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
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hindurch mit ein Paar Löffelvoll Brei, und find dabei dochimmer heiteren Sinnes. Der kleinste Gewinn ist ihnen eingroßer Reichthum, und dennoch erregt er ihre Habsucht nicht.Und in Rüksicht dieser Tugenden können uns die Lazzaroniallerdings zum Muster dienen, sollten sie uns auch in allenübrigen Eigenschaften weit nachstehen.

Drittens bleibt es immer bedenklich, seine Meinungin Form kategorischer Säze auszusprechen, weil es wenigVerhältniße in der Natur der Dinge gibt, die da in einer vol-len Unabhängigkeit von andern Dingen und Verhältnissen beste-hen. Die allermeisten sind durch irgend ein anderes Sein be-dingt, das wir in unserer Behauptung dazu sezen mäßen,wenn wir nicht fehlen und auch Andere irreführen sollen.Sagt z. B. Jemand, «der Reiche sei glüklich,» so ist ergewaltig im Jrrchume; sezt er aber hinzu: «wenn er seineSchäze zum Wole Anderer zu gebrauchen versteht;« so wirddem Moralisten Niemand Unrecht geben, Jederman wirdseinen Saz als wahr gelten laßen. Und so ist es auch mitder assertorischen Behauptung, die immer eine gute PortionAnmaßung verräth, wogegen die problematische Form derMeinungsäußerung mit ihrem bescheidenen: «es kann, esdürfte so sein,« von der Wahrheit selten ferne liegt. Aberam allerwenigsten dürfen wir unsere vermeintlichen Erkennt-niße in apodiktischen Dogmen aussprechen, wenn wir nichtwollen, daß die Verständigen uns zurufen: Sind dies Ora-kelsprüche der Pythia vom Dreifuße her? Denn die voll-kommen gewißen Säze, die gar keinen Zweifel übrig lassenund Jederman volle Überzeugung aufdringen, sind äußerstselten, und eigentlich nur in der Mathematik zu finden; dieThesen aller übrigen Wissenschaften dagegen, allein ausge-sprochen, bleiben gr'ößtentheils problematisch.

Ehe ich diese Verhandlung von der Natur des Urthei-lens schließe, muß ich noch zwei Punkte derselben kurz be-rühren. Fürs erste aiämlich mache ich euch auf die Stellungaufmerksam, die dieser Verstandesakt unter den übrigen