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VorstellenS und Denkens das ganze Menschengeschlecht in re-gelmäßige Reihen geordnet, habe alle Vernunftwesen dieserErde — wie der Botanist die Pflanzen — in ein geglieder-tes, organisirtes Ganze, in ein Sistem gebracht, worin je-der Völkerstamm, sowie jeder Einzelne seine angcmeßeneStelle findet. Wenn ich aber nun vom höchsten Begriffedes Menschen wieder auf denselben Sproßen der logischenLeiter durch alle Rassen, Völkerfamilien und Völker bis zuden Individuen, die vor mir herumgehen, herabsteige, soordne ich das ganze Geschlecht der Sterblichen abermal, undstelle hiebei zuerst unter den oberste» Begriff «Mensch- dieniederen und engeren Begriffe «Kaukasier, Mongole, Neger,«sodann seze ich unter den Begriff des Kaukasiers wieder dieNotionen des Türken, des Slaven, des Lateiners, des Persers,des Arabers, des Finnen und Magyaren, des Teutonen; sezeferner unter den Begriff des leztern die Vorstellungen desDänen, des Schweden, des Norwegers, des Holländers,des Flammänders, des Deutsche»; seze hierauf unter denBegriff »des Deutschen« den Würtemberger, den Baier, denHessen, den Sachsen, den Österreicher, und zulezt unterden Gemeinbegriff dieses deutschen Ostländers die konkretenoder konzeptiven Begriffe derjenigen Personen, die zu meinemUmgänge gehören, derjenigen Individuen, die — wie ihr,geliebte Schüler! — mir vor dem betrachtenden und ergöz-ten Auge stehen.
So erzeugen wir durch eine geordnete, nach geistigenGesezen bestimmte Reihe intellektueler Operationen unsereBegriffe von den Dingen der Welt, wozu uns die Wahrneh-mung oder das Erkennen durch die äussern und inneren Sinnedie Materialien liefert, und ordnen diese Dinge parallel mitunfern Begriffen und ihren Stufenfolgen. — Aber nicht jedesVernunftwesen hat die gleiche Fähigkeit diese Operationenvorzunchmen. Die Einen nämlich besizen ein ungemein glük-licheS Abstraktionsvermögen, während dagegenAn-dere nur mit der größten Schwierigkeit di« mehren Dingen
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